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Jobs für Surfer

    Ein großes Problem der deutschen Surfer-Community ist die schlechte geographische Lage im Hinblick auf surfbare Wellen. Einer der einzigen halbwegs schnell erreichbaren Spots in Deutschland ist Sylt und da muss man wirklich Glück mit den Wetterbedingungen haben. Viel schöner, wärmer und vielseitiger sind da die südeuropäischen Surfspots. Doch bei 30 Urlaubstagen im Jahr kann schon mal heftiges Meerweh aufkommen und so verbringt der typisch deutsche Wellenreiter Stunden seines Lebens in Flugzeugen und auf der Autobahn. Er nutzt jedes noch so kurze verlängerte Wochenende um wenigstens ein paar Tage ans Meer zu kommen und gibt dafür sein ganzes Geld aus.

    Auswandern als einzige Möglichkeit dauerhaft am Meer zu leben

    Viele deutsche Surfer haben sicherlich schon mindestens einmal im Leben ans auswandern gedacht. Jeden Tag mit den Wellen aufstehen, am besten sein Hobby zum Beruf machen und dem grauen Deutschland entfliehen. Doch so einfach ist das leider nicht. Gerade in den typischen Surfer-Regionen gibt es zwar Wellen wie Sand am Meer, aber leider kaum Jobs. Und wenn es Jobs gibt, kann man den örtlichen Stundenlohn keineswegs mit dem in Deutschland vergleichen. Viele bauen sich etwas eigenes auf, eröffnen eine eigene Surfschule oder einen Surfshop um ihrer Leidenschaft möglichst nahe zu sein. Sie kehren für ihre Leidenschaft Deutschland den Rücken und lassen alles hinter sich. Ich habe schon erwachsene, voll im Leben stehende Männer gesehen, die statt in ihrem gut bezahlten deutschen Job, lieber den ganzen Sommer unbezahlt an einer Bar in Portugal arbeiten, als auf den heiß-geliebten Wassersport zu verzichten.

    Welche Möglichkeiten gibt es um als Flugbegleiterin am Meer zu leben oder möglichst oft dort zu sein

    Als Flugbegleiterin in Deutschland arbeiten und leben und trotzdem dauernd am Meer sein

    Egal ob du auf der Kurzstrecke oder Langstrecke arbeitest, du hast definitiv mehr frei als in einem herkömmlichen Bürojob. Außerdem sind deine freien Tage nicht aufs Wochenende gebunden, du kannst sie dir in der Regel dorthin legen wo du willst. Wenn du sie zum Beispiel über den Monatsübergang legst, gleichzeitig noch ein kleines Teilzeitmodell hast und schlau mit den Ruhezeiten der vorangegangenen Flüge haushaltest, kannst du eigentlich mindestens einmal im Monat, wenn nicht öfter, in den Surfurlaub fliegen. Die günstigen Tickets machen es dir umso leichter dies zu realisieren.

    Bei einer Fluggesellschaft in Deutschland, der Schweiz oder Österreich arbeiten und pendeln

    Bei Fluggesellschaften wie Lufthansa, Condor oder Swiss hast du die Option dich auf die Langstrecke zu bewerben und das bringt dir einige Vorteile. Nicht nur das du während der Arbeit an die schönsten Spots dieser Erde kommst, du hast auch gewisse Freiheiten was deinen Wohnort betrifft.

    Als Flugbegleiterin auf der Langstrecke hast du meistens nur drei bis vier Flüge im Monat, da sich deine Fluglinie an gesetzliche Richtlinien halten muss, um zu gewährleisten das du fit und ausgeschlafen zum Dienst kommst. Das heißt ein typischer Dienstplan könnte so aussehen. drei Tage Barbados, vier Tage frei, fünf Tage Rio de Janeiro, fünf Tage frei, drei Tage Mexiko, drei Tage frei… und so weiter. Natürlich wirst du auch manchmal Tagesflüge haben, aber da man sich die Dienste zum Teil selber aussuchen kann, hast du einen gewissen Einfluss auf deinen Dienstplan. Wenn du dann noch dein Surfbrett mit nach Rio nimmst, zahlst du nicht einmal etwas.

    Du kannst also durchaus in einer anderen Stadt leben, als an deiner offizielle Homebase. Natürlich ist es mit gewissen Mehrkosten verbunden, aber durch die Vergünstigungen durchaus machbar. Es gibt viele Kollegen die im Ausland leben und zum Beispiel in Frankfurt als Flugbegleiterin arbeiten. Zusätzlich gibt es nach einiger Zeit die Möglichkeit zwischen verschiedenen Teilzeitmodellen zu wählen. Du kannst dann beispielsweise nur drei Wochen im Monat arbeiten oder auch nur 10 beliebige Tage. Die Auswahl ist riesig und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

    So profitierst du weiterhin von deinem deutschen Gehalt und kannst quasi wohnen wo du willst. Es sollte jedoch ein internationaler Flughafen in der Nähe sein, da pendeln sonst tatsächlich sehr anstrengend sein kann. Wenn du als Flugbegleiterin arbeitest, profitierst du bei den meisten Airlines immer noch von vergünstigten und vor allem flexiblen Flugtickets, was die Sache enorm erleichtert.

    Bei einer lokalen Fluggesellschaft als Flugbegleiterin arbeiten

    Wer keine Lust auf pendeln hat, dem kann ich empfehlen sich doch einmal bei den regionalen Fluggesellschaften umzuhören. Die sind oft froh über mehrsprachiges Personal und als EU Bürger hast du auch keine Probleme mit etwaigen Visa. Wichtige Voraussetzung ist hier natürlich die Landessprache. Du könntest dich zum Beispiel bei British Airways oder Thomas Cook UK in England bewerben und Newquay zu deinem neuen Heimat-Surfspot machen.

    Fluggesellschaften wie Easyjet oder Ryanair rekrutieren international, haben also auch Stellen außerhalb der UK. Voraussetzung ist hier aber wieder die Landessprache. Wenn du also für Easyjet in Lissabon als Flugbegleiterin arbeiten möchtest, musst du Portugiesisch sprechen.

    Alle Vorteile auf einen Blick

    Viel Freizeit. Aufgrund gesetzlicher Richtlinien darf man als fliegendes Personal nur eine gewisse Stundenanzahl in der Luft verbringen. Wer häufig lange Strecken fliegt, kommt super schnell an das vorgegebene Limit und hat den Rest der Zeit frei um sich zu Hause zu erholen (muss man auch). Außerdem hat man je nach Vertrag eigentlich mindestens zehn freie Tage im Monat wovon die freien Tage in einem anderen Land nicht wirklich mitgezählt werden. Und obwohl ein Arbeitstag wesentlich anstrengender ist, als ein Tag im Büro, habe ich genug Zeit für Freunde, meine privaten Reisen, einen Nebenjob oder ein Fernstudium.

    Feierabend ist Feierabend. Die Präsentation am Freitag muss noch vorbereitet werden? Und zwar nach Feierabend. Genau wie das wichtige Meeting was einfach nicht mehr reingepasst hat. Überstunden im klassischen Sinne? Gar nicht erlaubt. Ich nehme meine Arbeit nicht mit nach Hause und bin auch nicht 24/7 für meinen Chef erreichbar. Die Freizeit gehört nur mir und ich kann sie verbringen wie ich will. Und wenn ich den ganzen Montag im Bett liege, dann kann ich das ohne schlechtes Gewissen tun.

    Als Flugbegleiter zu arbeiten ist eine bewusste Entscheidung. Niemand wird Flugbegleiter weil die Eltern das so wollten oder weil man nichts besseres gefunden hat. Man muss diesen Wunsch rechtfertigen und damit leben das es nichts alltägliches ist. Es ist eine bewusste Entscheidung und man bekommt den Job auch nicht einfach so. Und genau das merkt man bei der Arbeit. Es kann 04:00 Uhr Morgens sein, aber so richtig schlechte Laune hat eigentlich niemand. Jeder macht den Job in der Regel gerne, denn sonst würde er ja einfach etwas anderes machen.

    Flexible Flugtickets. Sogenannte Standbytickets haben einen entscheidenen Vorteil: Der Preis ist stabil, egal wann ich buche. Ich könnte also meinen Koffer packen, zum Flughafen fahren und mit geschlossenen Augen ein Ziel auswählen. Es wäre nicht teuerer als wenn ich es vor zwei Monaten gebucht hätte. Außerdem kann ich mein Ticket jederzeit völlig kostenfrei zurückgeben. Die Welt wird ein Stück kleiner und ich liebe diese Freiheit die ich durch den Job habe.

    Teilzeitmodelle. Viele Fluggesellschaften bieten die verschiedensten Teilzeitformen an. Eine Freundin von mir hat jeden Monat eine ganze Woche frei und nutzt die Zeit zum Surfen oder Reisen. Es gibt auch flexible Teilzeiten, wo man jeden Monat neu angibt wann man wie viel arbeiten kann. Die Auswahl ist riesig und zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit auch einer Vielzahl an Flügen zu wählen. So kann man sich seinen Dienstplan ein Stück weit selbst zusammen stellen.

    Der Wohnort ist egal. Je nachdem ob du Langstrecke fliegst oder nicht, kann man als Flugbegleiterin theoretisch in Lissabon leben oder in Afrika. Du kannst in einem Land leben, in dem du normalerweise keinen Job finden würdest und trotzdem in Deutschland arbeiten. Ich habe das ein Jahr genutzt, jedoch für mich entschieden das es zu stressig ist. Es gibt aber sehr viele Kollegen die das machen. Von Miami, über Rio bis hin zu London ist da alles dabei.

    Flexibilität. Man hat nicht nur mehr Zeit für alle Freuden des Lebens, man kann sie auch unterbringen. Denn als Flugbegleiterin hat man keine klassische Woche von Montag bis Freitag. Man kann sich auch unter der Woche frei nehmen und dann entspannt zum Yoga gehen oder einen Kunstkurs machen. Auch Weiterbildungen oder ein Studium ist relativ einfach zu organisieren.

     

    2. Mai 2017
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